Ferarri, Sonne & Venedig: Bunter Abend in Genderkingen

Von Matthias Stark/Donau-Ries-Aktuell.com

Italien: Das Lieblingsziel der Deutschen im Urlaub. Nicht ohne Grund wurde das Land zum diesjährigen Motto der Genderkinger Faschingsfreunde erkoren.

Doch bevor wir über den Bunten Abend reden, müssen wir noch ein generelles Lob an die Genderkinger Faschingsfreunde aussprechen. In vielen unermüdlichen Arbeitsstunden bauen die aktiven der GFF den Schützensaal im Zoll zu einem Veranstaltungssaal um und dekorieren diesen noch festlich. Eine tolle Leistung.

Auch die vierte Veranstaltung der GFF war wieder ein voller Erfolg und der Zollsaal ausverkauft. Auf die Besucher – an diesem Abend waren die Faschingsgesellschaft TSC New Dancia aus Holzheim und Lochamer Burgtroll Gugga aus Lauchheim unter den Geästen – wartete ein vierstündiges Programm mit ganz viel Italien. Die zahlreichen Gruppen der GFF hatten sich viel einfallen lassen. Das Komitee wurde kurzerhand zum Venezianischen Komitee umbenannt und präsentierte sich mit Masken und Umhängen.Die Kringle Chipz tanzten in ihren traditionellen Gardekostümen. Anders die Superstarz die zu „Ab in den Süden“ einen flotten Tanz zeigten. Die Hot Angels entführten die Besucher auf die Rennstrecke. Auch die Hofnarrinnen tanzten und waren die fleißigen Helfer neben der Bühne.  Das Highlight waren natürlich wieder die Blue Diamonds mit einem fast vierzehn minütigem Showtanz die Zuschauer um Mitternacht begeisterten.

In diesem Jahr regieren in Genderkingen Prinz Martin I. und Prinzessin Vivien I. Er ist ein waschechter Genderkinger, während seine Prinzessin aus Rennertshofen stammt. Beide regieren als Romeo und Julia über die Genderkinger Narren und präsentierten neben dem Walzer auch einen flotten Showtanz. Sie hatten sogar noch einen dritten Auftritt. Da sich das alte Männerballett aufgelöst hatte, fand sich eine neue Gruppe, die „Genderkinger Puppenkiste.“

Zum Fasching gehört auch die Bütt bzw. Einlagen. Waltraud und Didi unterhielten sich über den aktuellen Tratsch in de Gemeinde, das Flüchtlingsthema und die zunehmende Zahl an Haus-Partys wie Thermomix und Co. Die GFF-Allstars stellten eine Gemeinderatssitzung in Genderkingen nach und diskutierten ob sich Genderkingen für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 bewerben soll. „Einen Flughafen haben wir ja.“ Besonders gespannt waren viele auf Roman, der ja als neuer Hofmarschall deutlich mehr zu tun hatte. Aber die Besucher wurden von ihm und seinem Bruder nicht enttäuscht, sie gaben wieder ein tolles Lied zum besten. Auch Christine und Manu sprachen im Hotelbett über Klatsch und Tratsch aus der Gemeinde. Heike Fischer kam in diesem Jahr als schicke Italienerin Theresa Frascati nach Genderkingen.

Ein toller, abwechslungsreicher Bunter Abend. Danke an alle Aktiven und besonders an den neuen Präsidenten Udo Heininger.

[Bildergalerie] Bilder vom Bunten Abend 2016

Bunter Abend in Genderkingen - Bella Italia und viel zu Lachen
Im kleinen Zollsaal entfachen die Faschings-Freunde ein Feuerwerk der Emotionen und begeistern ihr Publikum mit lokalem Witz und Tanz

Von Jürgen Ziegelmeir/Donauwörther Zeitung vom 18.01.2016

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Bunten Abend in Genderkingen zu beschreiben. Zum Beispiel mit den Worten von Prinzessin Vivien I.: „Begeben Sie sich mit uns auf eine Reise nach Italien.“ Oder mit der Bestätigung von Prinz Martin I.: „Genderkingen, wir sind bereit!“

Aber das wäre viel zu einfach. Was diese Veranstaltung ausmacht, sind die großen Emotionen und die in Sätze zu fassen, ist eine längere Geschichte, die so beginnt: Da ist ein unscheinbarer Saal in der Gastwirtschaft „Zum Zoll“. Er würde ein einsames Dasein fristen, wären da nicht die Blue Diamonds, die über die Landkreisgrenze hinaus bekannt sind. 17 Frauen und Männer sind es, die die etwa 200 Zuschauer zu Beifallsstürmen hinreißen.

Wie sehr sich die Qualität dieser Showformation in den vergangenen Jahren verbessert hat, drückte ein Zuschauer mit den Worten aus: „Die konnten doch nur Akrobatik.“ Mittlerweile fügen sie die vielen Hebefiguren durch tänzerische Elemente zu einem flüssigen Ganzen zusammen. Nur schade, dass die Decke so niedrig ist, „sonst hätten sie auch die Dreistöckigen gezeigt“, bedauerte Moderator Roman Forster, der neue Hofmarschall. Er hatte Udo Heininger abgelöst, der jetzt Präsident geworden ist. Bedenken, dass es nach ihm niemals mehr einen besseren Showmaster in den Bunten Abenden geben könne, wischte Forster mit seinem eloquenten Charme weg. Dauerlächeln, Detailwissen zu jedem Programmpunkt und Spontanität sind seine Markenzeichen. Forster ist sogar so gut, dass ein Zuschauer dessen Auftritt kommentierte: „Da fehlt nicht viel zu Jauch und Gottschalk.“

Und dann ist da noch jemand, der überregionales Format besitzt. Warum tritt sie noch nicht im Bayerischen Fernsehen auf? „Sie ist ein kabarettistischer Leckerbissen“, wie es Forster ausdrückt, denn was Heike Fischer auf der Bühne zeigt ist große Schauspielkunst. Als Teresa Frascati radebrecht sie im typisch italienischen Akzent und wechselt dann urplötzlich und nahtlos in den niederbayerischen Dialekt. Als Fischer die Bühne betritt dauert es nur wenige Sekunden, bis sich die ersten Zuschauer vor Lachen auf die Schenkel klopfen. So begrüßt sie den Bürgerking Roland Dietz per Handschlag und erklärt danach ausführlich, was der Klimawandel in ihr bewirkt: „Io, isse Kattastrofe in meine Körpär!“

Wie gern Fischer in imaginäre Personen schlüpft, zeigt sie danach bei dem Sketsch der Allstars. Fünf Männer mimen eine Gemeinderatssitzung irgendwo im Niederbayerischen. Ähnlichkeiten mit Genderkingen sind erwünscht. Sie genehmigen eine Bewerbung für Olympia 2024, denn der Flugplatz und die B16 würden eine ideale Verkehrsanbindung gewährleisten. Den Bauantrag einer gewissen Frau Mataschewski lehnen sie jedoch ab. Doch Fischer weiß als verführerische Blondine die Räte zu überzeugen.

Überhaupt sind es die Wortbeiträge, die den Lokalkolorit der Gemeinde westlich des Lechs reflektieren. Da sind einmal Waltraud und Didi, die aus dem Enzlerhaus ein Cafe machen würden, um darin eine Schwarzwälder zu essen. Sie überzeugen mit Mimik, Gestik und Witzen, die der Gürtellinie gefährlich nahe kommen. Oder Manu und Christa, die sich fragen: „Kommen die Asylanten jetzt ins Haus im Schulweg rein?“ Sie alle haben keine Mühe, die Nähe zu ihrem Publikum herzustellen, denn es sitzt ja direkt daneben und sieht, was sich in den Gesichtern der Akteure abspielt.

Die Momente der großen Gefühle, nehmen das Publikum emotional mit: Das Prinzenpaar, das zur Oper Nabucco von Giuseppe Verdi Walzer tanzt und die Frauen der Garde, die durch den Saal marschieren und ihre Gäste winkend begrüßen. Forster erklärt, was dieses Gänsehautgefühl im Zoll, dem Reich der begrenzten Möglichkeiten, ausmacht: „Der Saal hier ist etwas klein, aber wir lieben ihn!“ Diese Liebe schreibt jedoch nicht das Happy End dieser Geschichte, sondern arbeitet bereits an der Fortsetzung, denn der Genderkinger Fasching geht weiter!

Neues von der Genderkinger Gaudi: „Ich bin stolz auf unseren Fasching“, sagt Bürgermeister Roland Dietz. Für die Größe von nur 1200 Einwohner sei dieser führend im Landkreis. 73 Personen tanzen in den Formationen: Kringel Chipz, Hofnarren, Superstarz, Hot Angels, Inglourias Ballettstars, Garde und Blue Diamonds. Als Tanzmariechen tritt Chiara Huber auf. Den Orden der Session für ihre Arbeit hinter der Bühne bekamen: Für Licht und Ton: Rüdiger (Junior und Senior) und Bastian Wanninger, Für Film: Steffen Geillinger und für die Kostüme: Monika Bleymayr und Annemarie Jäntsch.

Erstmals wurde die Pressearbeit der Donauwörther Zeitung mit einem Orden belohnt. In seinem ersten Jahr als Präsident begrüßte Udo Heininger das Komitee in seinen venezianischen Masken zum Einmarsch stilecht per Handkuss.

 

Prinz Martin I. und Prinzessin Vivien I. regieren im Genderkinger Fasching
Motto 2015/2016 – Bella Italia – Heiße italienische Nächte im Zollsaal

 

Im Vorfeld der Saison hatte bei den Genderkinger Faschingsfreunden ein kleiner Umbruch stattgefunden. Umso mehr war man gespannt auf die Präsentation. Am Samstag den 14.11. fand diese nun, im bis auf den letzten Platz besetzten Zollsaal, statt.

Gleich zu Beginn des Abends waren die Änderungen sichtbar. Das Komitee, unter der Leitung des neuen Präsidenten Udo Heininger, begrüßte das Publikum und er übergab anschließend erstmalig das Wort an den neuen Hofmarschall Roman Forster, der den ganzen Abend gekonnt durchs Programm führte. Eine wichtige Sache war die Ehrung durch den Ordenskanzler vom BSF Holger Bügelsteiber. Für Elf Jahre Komiteesarbeit wurden Schreiber Ela (Schriftführerin) und Walzel Franz (Umzugsleiter & 2. Präsident) geehrt. Anschließend folgten die Auftritte der neu eingeteilten Tanzgruppen. Den Beginn machten die Hofnarren, erstmalig im Zollsaal und mit dem Genderkinger Fasching in Zukunft unterwegs. Wieder dabei im Genderkinger Fasching ist das Tanzmariechen. Chiara Huber zeigte ebenfalls einen kurzen Ausblick auf ihre Solo-Show. Die diesjährigen Kringle Chipz – die neue Minigarde – zeigten einen kurzen Ausblick auf die Saison. Darauf folgend präsentierten sich die neu gebildeten Superstarz die auf „Ab in den Süden“  bereits das Motto der Saison „Bella Italia“ verkörperten. Einen neuen Namen erhielten die Tänzerinnen der ehemaligen Mariquitas – welche nun die neuen Hot Angels sind. Auch Sie passend zum Motto Italien. Anschließend marschierte die komplett neu formartierte Garde in den Saal. Sie konnten die Erwartungen bereits bei der Präsentation komplett erfüllen. Ob sich hingegen die Showformation Blue Diamonds bei der Präsentation an das Motto Italien halten wird bleibt abzuwarten. Im Lied der Blue Diamonds hieß es „lass mi in Ruh mit dem Italien“ – was der Show selbst jedoch keinen Abbruch tat. Hier darf man sich im Fasching sicherlich wieder auf tolle Hebefiguren freuen. Am späteren Abend stieg jedoch die Spannung nochmals deutlich an – fehlten noch immer die neuen Regenten. Zunächst wurde das Prinzenpaar der letztjährigen Saison Prinz Michael III. und Prinzessin Johanna I. verabschiedet. Und Präsident Udo sagte es deutlich: Noch kein Prinzenpaar elektrisierte so den Zollsaal wie die beiden. Man spürte das die Luft knistert und anschließend war es soweit. Das neue Genderkinger Prinzenpaar zeigte sich zu einer kleinen Musicalshow dem Publikum. Zu Romeo und Julia legten Prinz Martin I. (Liedl) und Prinzessin Vivien I. (Riedelsheimer) ihre Masken ab und freuen sich nun auf eine tolle wenn auch kurze Saison 2015/2016. Den gesamten Abend umrahmte „Antscho“ Live am Keyboard mit italienischer Musik. Und Christian Korten, extra aus Hannover angereist, hatte als Humorist und Stimmenimitator die Lacher auf seiner Seite.

Wer das volle Programm der Genderkinger Faschingsfreunde in dieser Saison Live sehen möchte sollte sich bereits jetzt folgende Termine vormerken. Der Kartenvorverkauf findet am 30.12.2015 ab 18.00 Uhr im Zollsaal statt. Die Bunten Abende dann am 09./10./15./16.01.2016.

[Bildergalerie]: Präsentation der Saison 2015/2016

Gaudizeit in Genderkingen

Auch in  Genderkingen heißt es nun offiziell wieder Genderkinger-Gaudi!

Mit einem ausführlichen Programm wurde am Samstag Abend bei den Genderkinger Faschings-Freunden die Saison 2014/2015 eingeläutet.

Das neue Motto der kommenden Saison lautet „Legenden der Zeit“ und genau so präsentierte sich auch das Komitee dem Publikum.

Sie verkörperten die Legende von 1954, und präsentierten das Wunder von Bern, die deutsche Nationalmannschaft.

Bei gewohnt guter Stimmung moderierte Hofmarschall Udo Heininger durch das Abendprogramm. Dieser wurde zu Beginn von der Fußballlegende Franz Beckenbauer (Christian Marb) unterstützt. Gemäß dem neuen Faschingsthema in Genderkingen, durfte der “Kaiser” als lebende Legende im Zollsaal natürlich nicht fehlen.

Schon zu Beginn sorgten die Faschingsfreunde für einen Höhepunkt des Abends: im gesamten Saal standen sämtliche Besucher zum gemeinsamen Zelebrieren der Nationalhymne auf.

Im Anschluss sorgten Auftritte der verschiedenen Genderkinger Tanzgruppen und Garden für großen Beifall bei den zahlreichen Gästen. Zu diesen zählten neben Bürgermeister Roland Diez auch zahlreiche andere Faschingsgesellschaften aus der Umgebung.
Für Abwechslung zum Faschingsalltag sorgte unter anderem eine Tanzschule aus Augsburg. Diese ist auf Swing-Tänze der 1920er und 30er Jahre spezialisiert und entführte die Anwesenden für wenige Minuten in die Vergangenheit des Swings.

Als letzten Höhepunkt übergab Bürgermeister Roland Dietz offiziell den obligatorischen Gemeindeschlüssel an die Narren, welche für die nächsten Monate die Regentschaft in Genderkingen übernehmen. Mit einer

Powerpointpräsentation über Legenden von 1954 bis 2014 präsentierte sich anschließend das neue Prinzenpaar Prinz Michael III. (Seitz) und Johanna I. (Seel).

Michael III. und Johanna I. regieren nun in Genderkingen!


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